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Die Schlacht von Issos – Korrekturen mit Scrivener Pt. 1

Wie kürzlich erwähnt, befinde ich mich momentan in der allerersten Korrektur des Pandas. Meine persönliche Schlacht von Issos. Ich würde euch gerne dorthin mitnehmen und möglichst versuchen, euch in jeden neuen Part der Korrektur einzuweihen. Rein, wie ich es mache. Nachdem mich die letzte Korrektur fast aufgefressen hat und ich drohte, den Verstand zu verlieren, bin ich dieses Mal wesentlich durchdachter. Ich habe feste Pläne für meine 333 Korrekturen. (Warum 333? 333 bei Issos Keilerei, falls man das noch so sagt. Natürlich werden es nicht ganz 333 Korrekturen. Eher 334 …)

Aber gut, wir befinden uns also ganz am Anfang des Chaos. Daher nenne ich es nun auch gerne meine persönliche Schlacht von Issos.

Der Grund ist ganz simpel. Ich habe den Rohentwurf fertig. Abertausende von Wörtern warten auf eine strukturierte Reihenfolge und bisher ist nichts von möglichem Potential zu erkennen.

 

Ich befinde mich sozusagen im Tal von Issos, sitze auf meinem treuen Hengst inmitten der Hetairenreiterei und mir gegenüber Dareios mit seinen 250.000 Rechtschreibfehlern. Wenn ich das Tal so überblicke, glaube ich nicht, dass ich auch nur die geringste Chance habe als Großkönig aus dieser Schlacht hervorzugehen. Aber im Gegensatz zu Alexander damals, muss ich mich nicht mit allen gleichzeitig konfrontieren, sondern ich gehe alles Stück für Stück durch.

Für mich nun geht es rein ums Lesen. Ich ignoriere alle möglichen Rechtschreibfehler, kümmere mich nur um die, die mir gerade so entgegenkommen. Hauptsächlich lese ich. Ich lese den ganzen großen Haufen an Wörtern, die teilweise noch gar keinen Sinn ergeben. Und ich mache mir Notizen, auf was ich alles bei der Korrektur achten muss.

Hier scheint für mich wieder Scrivener in all seiner Pracht hervor. Ich kann mich erinnern, wie ich mühsam die Stellen gesucht habe, die ich mir merken musste. Das ist nicht leicht in einem Dokument von über 90.000 Wörtern.

Nun jedoch schon. Ich habe schon beim Schreiben in Szenen gegliedert. Eine Szene besteht aus grob 1.500 Wörtern. Mal mehr, mal weniger.

Für meine erste Korrektur, mein Korrekturlesen also, öffne ich mir ein Dokument in Scrivener, zweiteile die Schreibfläche und öffne oben meinen Text. Diesen kann ich sowohl lesen, als auch korrigieren.

Ebenso wie meine Korrekturnotizen:

 

 

Ihr seht links die aufgeklappten Szenen. Bislang sind sie nur in einer groben Reihenfolge, da ist noch einiges anzupassen. In meine Notizen kommen auch Überlegungen dieser Art. Beispielsweise wurde in Kapitel 4 überlegt, was Ana am St. Pattys beiträgt. Die Szene, in der sie zu besagtem Fest eingeladen wurde kommt aber erst viel später … Wenn mich meine Augen gerade nicht trügen, liegt diese Szene sogar im Mülleimer, weil sie Schrott war. Ich werde also darüber nachdenken, die Szene wieder aus dem Müll hervorzuholen oder sie dort zu belassen und ihre Einladung zum Fest in eine andere Szene einzubauen.

Das ist also in der Tat alles, was ich in der ersten Korrektur tue. Und ihr seht, ich bin schleppend langsam. Für mich kommt der schöne Teil erst wieder, wenn ich mit meinen Korrektur Notizen dasitze und eines nach dem anderen abhake. Erst danach werde ich mich zum ersten Mal um die Rechtschreibung und die Masse an Kommafehlern kümmern. Aber ich stürze mich mit einer Mischung aus starkem Willen und Alexanders Größenwahn in die Schlacht und werde vermutlich noch einige Zeit brauchen, bis ich eindeutig sehe, ob ich als Großkönig aus dieser ungleichen Schlacht hervorgehe.

 

LG

 

Unterschriftblog

3 Kommentare

  1. Neomai

    Huhu

    Schätzungsweise würde das ohne einen Hauch von Struktur gar nicht gehen. 🙂
    Somit finde ich das doch einen guten Plan, den Du zurecht gelegt hast. Und bei einem so überlegten Schlachtplan, sollte Du doch siegreich draus hervor gehen. 😉

    Da habe ich es als Photographin etwas einfacher… Struktur gibt es nur im Sinne meiner Archivierung derzeit. 🙂

    Liebe Grüße
    Neomai

    1. San Erin

      Also beim ersten hab ich einfach oben angefangen zu korrigieren. Alles ohne Scrivener, einfach nur drauflos. Und ich habe so oft gesucht und so viel vergessen, was ich eigentlich alles noch ausbessern wollte und immer gedacht, ah das muss ich mir merken, wenn ich bei der Szene bin. Aber bis ich dann mal da war, wusste ich es natürlich nicht mehr.
      Daher bin ich so froh, hier einfach zwischen den Szenen switchen zu können und trotzdem wieder zu dem Punkt zu finden, an dem ich gerade war.

      Ah, Archivierung. Das ist das was ich nie mache und weshalb ich 500 namenlose Ordner mit ungewissen Bildinhalt auf meinem PC habe?

  2. San Erin

    Ich hatte bei den 90.000 mehr auf Leaf gesprochen, aber es werden vermutlich eher weniger als mehr, obwohl ich inzwischen noch ein paar Szenen im Kopf hätte, die ich vielleicht noch einfüge, dann wird es doch wieder mehr xD
    Na ja das Chaos ist ja leider immer noch der Inhalt. Also hier fehlt was, da ergibt alles keinen Sinn. Man kann es halt noch nicht im Ganzen lesen. Die Struktur hat sich halt durch das hin und her bei Leaf dann jetzt so ergeben, möglicherweise sage ich beim nächsten, das mache ich nie wieder so xD

    lg

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