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NaNo-Killer 2013

Ein Satz, der mich gestern wahnsinnig gefreut hat:

Scrivener version 2.5 is now available

 

Ich habe ja die ganze Zeit schon sehnsüchtig darauf gewartet, dachte aber nicht, dass es rechtzeitig vor dem NaNo noch rauskommt. Doch die lieben Damen und und Herren von Literatur&Latte haben sich mal wieder selbst übertroffen.

Ich habe noch nicht alle neue Funktionen getestet, aber die größte Änderung für uns Deutsche ist natürlich die Deutsche Übersetzung.

Windows User kennen das ja schon, wir Mac-User mussten uns mit Englisch rumschlagen. Ich tat mich da ein wenig schwer, weil ich mich mit Scrivener für Windows eingearbeitet habe und dann auf Mac umstieg. Der Umstieg ist wirklich gewaltig und man musste suchen, weil die gewohnten Befehle alle auf Englisch waren und nicht mehr am selben Platz saßen, wie es bei Windows der Fall war. Es sind ja auch wesentlich mehr Funktionen und ich schätze, ich habe die tollen Mac-Funktionen immer noch nicht alle gefunden.

Das dürfte sich nun ändern, denn jetzt ist komplett alles in Deutsch. (Erst vor drei Tagen habe ich mich dumm und dusselig gesucht, um das Projektziel zu finden, welches ich nur im NaNo oder RuMo nutze.) Die Sucherei hat für mich nun ein Ende und ein wichtiger Zeitkiller des NaNos ist damit Geschichte.

 

Bleiben noch die restlichen NaNo-Killer zu eliminieren. Davon gibt es eine ganze Menge.

 

NaNo-Killer Nummer eins ist ganz klar:

 

Die Familie

Niemand hält mehr ab und verlangt mehr nach Aufmerksamkeit, als die eigenen Familie. Im NaNo muss man da natürlich mal ein paar Prioritäten setzen. Muss die Wäsche im November denn wirklich gebügelt sein? Ich denke, einen Monat lang kann die Familie sich doch mal gut und gerne vom Wäscheständer bedienen.

 

Das sind noch die einfachen Dinge, wenn es schließlich um die Arbeit geht, kann man sicherlich nichts drehen. Vielleicht auf ein paar Sonderschichten verzichten, das kommt aber auch darauf an, in welchem Job man arbeitet.

 

Freunde,

Der nächste böse Killer. Nie betteln Freunde mehr um Aufmerksamkeit, als im November. Ein Kinobesuch, ein Restaurantbesuch, ein Konzert … viele Konzerte. Die meisten Freunde reagieren aber sehr verständnisvoll, wenn man ihnen vom NaNo erzählt und ihnen erklärt, dass der ein oder andere Kinobesuch eben nicht drin ist. Und die Versicherung, dass man nach dem NaNo im Dezember nach sozialem Leben lechzt, ist auch immer eine gute Option.

 

Der innere Schweinehund,

Für mich wohl dieses Jahr der größte Killer. Ihr kennt das sicherlich:

Plötzlich gibt es unheimlich aufregende neue Dinge, die man alle erledigen will und sicherlich gerade lieber tun würde, als Schreiben. Ich schreibe ausgesprochen gerne, wie wir alle, die am NaNo teilnehmen, aber wenn dann plötzlich Pokemon X und Y kurz vor dem November rauskommt, gerate ich ins Straucheln. Und ich strauchle gerade wirklich sehr. Muss man denn die neue Pokemon Edition genau ein Jahr nach dem letzten Release rausbringen?! Letztes Jahr hat mir das kaum Probleme bereitet, denn die Version Schwarz2 und Weiß2 hat mich nicht so sehr vom Hocker gerissen. Pokemon X/Y hat mich jedoch vollkommen in den Bann gezogen, ich bin fauler denn je geworden und zu diesem Sinne bin ich im Augenblick dabei mir einen Schreibplan zu basteln. Diesen werde ich demnächst auch noch vorstellen, möglichst noch vor dem NaNo, denn der Schreibplan dient auch dem Sinn, herauszufinden, an welchen Orten und zu welcher Zeit man am besten Schreiben kann. Das sollte man vor dem NaNo durchaus wissen.

Diverse Tanzkurze, ja, das erwähnte ich bereits, schüren meinen Schweinehund ebenfalls. Es stehen Workshops an, ein neuer Kurs und ich sollte dringend auch zuhause ein wenig dafür üben. Und ich warte noch auf einen Vyrt Download vom Hollywood Bowl. Je nachdem, wann der rauskommt, möchte der ja auch noch angesehen werden.

 

Abschließend denke ich, dass es keinen Monat im Jahr gibt, der so viel verlangt, wie der November.

Ich möchte euch auch dringend noch einmal anraten, auch bei Twitter mit #NaNo13 reinzuschauen. Es gibt viele tolle Leute, die mit ähnlichen Vorbereitungen kämpfen und mit denen man sich austauschen kann. Und damit hätten wir wohl den letzten NaNo-Killer gefunden, der aber gleichzeitig auch eine Herausforderung mit diversen Wordwars darstellt.

Unterschriftblog

6 Kommentare

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  1. Neomai

    Bei dem ganzen Zeitaufwand, der in Nano steckt, wäre das definitiv nichts für mich… es wäre schlicht und ergreifend mit dem Studium und dem Mehraufwand im Wintersemester nicht vereinbar. (jetzt mal abgesehen davon, dass ich ja auch ein Photoprojekt am Laufen habe… das nimmt aber recht wenig Zeit ein vergleichsweise)
    Allerdings zähle ich auch zu denen, die ungern für ein Hobby andere wichtige Dinge wie Familie etc vernachlässigen möchten.. bei so einem Projekt ist das jedoch vermutlich nicht anders lösbar.

    Viele Grüße
    Neomai

    1. San Erin

      Prinzipiell gilt das für jedes Buch, dass man schreibt. In Tagen des Schreibfluss, schließt man sich ein und lässt keinen an sich heran. Das ist selbst bei Stephen King so. Und wenn man sich aussrechnet, dass man durchschnittlich 1.667 Wörter am Tag braucht für den NaNo, was bei mir in den langsamsten Fällen allenfalls eine Stunde am Tag darstellt, ist das eigentlich nicht viel. Ich schreibe allerdings wesentlich mehr und an guten Tagen 3-5 k am Tag, damit ich mir einen Puffer aufbaue, falls mal was dazwischen kommt.
      Und ohne jetzt beleidigend zu sein, denn wenn ich sage, ich schreibe, bekomme ich oftmals die Antwort „Ach ich würde auch so gerne, aber ich habe keine Zeit dafür!“, ist für mich absoluter Quatsch. Jeder hat Zeit mal eine Stunde zu investieren, wenn man es wirklich will. Ich denke da ist natürlich dann der Unterschied, wenn man Schreiben nicht so sehr liebt, opfert man freie Zeit lieber für andere Dinge und kann weniger dafür entbehren. In sofern stimmt das dann natürlich schon.
      Und die reine Vorbereitungszeit beim NaNo existiert eigentlich gar nicht. Das ist einem selbst überlassen, da der NaNo auch gerne mal mit „No Plot, no Problem“ wirbt. Also theoretisch setzt man sich am 1. einfach hin und fängt an zu schreiben, was einem gerade in den Sinn kommt.
      Ganz streng betrachtet hätte ich also im November für alles mögliche Zeit, wenn ich nur die 50 k schreiben will. Aber mir persönlich geht es ja eigentlich darum richtig durchzustarten, jede freie Minute, die sich zwischen Kind und Kegel bietet wird zum Schreiben genutzt, um hoffentlich die 80k vom letzten Jahr zu erreichen xD Das ist also so der eigene Perfektionismus, der da bei mir mitschwingt ^^

      Lg
      San

      1. Neomai

        Huhu =)

        Es gibt bei mir durchaus Tage an denen ich wirklich keine Stunde Zeit hätte und auch gar nicht haben will 😉
        Nach dem ganzen Nacharbeiten des Unistoffes, dem Haushalt (ich muss den alleine machen, hier hilft mir keiner 😉 ) will ich auch irgendwann mal eines: meine Ruhe und eine Pause von allem. Allerdings habe ich für mich mittlerweile auch eine sehr sehr starke Priorität in Bezug auf meine persönlichen Ruhepausen, das macht auch ein wenig was aus.

        Natürlich ist es eine Prioritätensetzung, wie so ungefähr alles im Leben. *g*
        Und ich zähle zu dem Aufwand nicht nur das reine Schreiben, ich denke, dass einem das Ganze auch während der restlichen Zeit weiter beschäftigt und so weiter.

        Bezieht man es wirklich nur auf die reine Schreibzeit wäre es unter Umständen für mich auch möglich, aber es wäre ein zusätzlicher Druck „Du musst da noch irgendwie mal was schreiben“ und dem mag ich mich nicht aussetzen, nicht bei meiner aktuellen Lebensvariante. 😉

        Liebe Grüße
        Neomai

        1. San Erin

          Ja, klar, der Druck ist auf jedenfall da. Das ist der Stress bei der ganzen NaNoSache, denn jedesmal wenn ich dann zum Beispiel einen Film schaue, denke ich mir dann „Du solltest lieber schreiben, du hast den Tagessoll noch nicht erfüllt.“ Und wenn ich das als Belohnung mache nach dem Tagessoll denke ich mir dann „Wenn du jetzt schreiben würdest, könntest du morgen auch mal nen Tag ausfallen lassen.“
          Im Prinzip geht das dann so weiter, das ist im November so anstrengend, dass ich letztes Jahr im Dezember kein einziges Wort mehr schreiben konnte.
          Also das ist dann wirklich so eine Sache mit dem Druck, ob man sich den wirklich aufhalsen will. Für mich ist es eigentlich sehr schöner Druck, weil ich es ja gerne mache und mich wie ein Schneekönig beim Ergebnis freue, aber in dem Sinne ist es wirklich schon anstrengend und wahnsinnig Zeitraubend ohne Ruhepausen.

  2. Flughörnchen

    Ein gutes Thema… ich habe es mir dieses Jahr wieder vorgenommen, am Nanowrimo teilzunehmen, um eine Idee, die seit langen in meinem Kopf spukt, endlich umzusetzen bzw. damit anzufangen.
    Ans Gewinnen habe ich eh nie geglaubt.

    Aber ich habe im August mit dem Planen angefangen, mir ein schoenes Programm besorgt, eingearbeitet, etc. pp. – alles gut, ich bin gewappnet, ein einziges Problem, dass ich zu der Zeit gesehen habe: Ich bin aus der Uebung, es geht nicht mehr so locker flockig aus dem Handgelenk und wie ich frueher eine gute Wortzahl in kuerzester Zeit geschafft habe, geht das nun nicht mehr. Eben etwas langsamer, aber dann plant man eben 2 – 2 1/2h ein.

    Gestern war es dann so weit, obwohl ich eigentlich einen guten Start hatte – keine Lust mehr.

    Was es ist?
    Letztendlich die Zeit, die von Arbeit (+ Fahrzeit in den Oeffentlichen), „Haushalt“ und am allermeisten der „besseren“ Haelfte beschnitten wird, die sich in den letzten 6 Tagen von einem Erwachsenen zum Kleinkind entwickelt hat, alle 10 Sekunden irgendwas will oder man sich anhoeren darf, dass man „eh nur vor dem Computer sitzt und nichts tut“ … -.-
    … ist ja auch ganz einfach, sich auf ein Projekt zu konzentrieren, wenn man dauernd unterbrochen wird.

    Ein weiteres Problem sind die Leerlaufphasen (Arbeit/Unterwegs sein), in denen man nicht wild Text schreiben kann, im Zug kann ich das einfach nicht.
    Dann denke ich zuviel nach. Darum ist jetzt eh alles schon… doof.

    In Kombination eine bitterböse Sache, die mich gestern zu Fall gebracht hat. Fin.

    1. San Erin

      Oh, dann hast du wirklich aufgegeben?
      Also die Problematik kenne ich natürlich, ich hatte jetzt vor ein paar Tagen auch erstmals den Punkt, an dem ich dachte, ich lasse es jetzt einfach sein, mir geht einfach alles so auf die Nerven, es läuft gar nicht mehr flüssig und eigentlich ärgere ich mich nur noch über Mitmenschen. Alle Dinge, die ich so für den NaNo brauche, weil es für mich so eine Art Tradition beim Schreiben ist, gehen plötzlich kaputt.
      Also hatte ich zwei Tage Pause eingelegt und da ich gut vorgearbeitet habe, kam ich danach auch wieder hinterher.
      Aber dieses „Nichtstun“ vor dem Pc, hatte ich vor ein paar Jahren auch mal, als mir das vorgeworfen wurde. Allerdings bin ich ein absoluter Schreiber und dann habe ich tierisch Stress gemacht, es ist nun mal mein einziges Hobby, dass ich so auch ausüben will und seither gehts, weil ich wirklich rot sehe, wenn mir da jemand was vorschreiben will.

      Also ich liege momentan noch sehr gut im Rennen, langsamer als letztes Jahr natürlich, aber bei 33 k.
      Aber willst du dein Projekt, wenn vllt nicht mehr im NaNo, dann wenigstens wann anders vollenden?

      lg
      San

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