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Rezension – Im Schatten das Licht


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Klappentext:

Sarah und ihren Großvater verbindet die Liebe zu Pferden. Einst war Henri ein gefeierter Dressurreiter, bis das Schicksal seine Karriere beendete. Täglich trainiert er die Vierzehnjährige und ihr Pferd. Seit dem Tod von Mutter und Großmutter haben die beiden nur einander. Und als Henri einen Schlaganfall erleidet, bleibt seine Enkelin allein zurück.

Natasha und ihren Mann Mac verbindet nur noch wenig. Ihre Ehe ist gescheitert, doch bis das gemeinsame Haus verkauft ist, müssen sie sich arrangieren. Für Natasha nicht leicht, denn ihre Gefühle für den Mann, der einmal die Liebe ihres Lebens war, sind alles andere als lauwarm.

Als zufällig Sarah in ihr Leben tritt, nehmen die beiden das verschlossene Mädchen bei sich auf. Das Zusammenleben ist schwierig. Gibt es überhaupt etwas, was die drei miteinander verbindet? Plötzlich ist Sarah verschwunden. Und Natasha und Mac machen sich widerstrebend gemeinsam auf die Suche. Ein turbulenter Roadtrip durch England und Frankreich beginnt …
Quelle: Amazon.de

 

 

Meine Rezension:

 

(2 / 5)

 

Zunächst einmal sollte ich erwähnen, dass ich kein Fan von Pferdebüchern bin, aber dafür ein umso größerer Fan von Jojo Moyes.
Ich liebe ihre Charaktere und ihre Geschichten und ganz besonders ihren Schreibstil und lese alle ihre Bücher ungeachtet des Klappentextes.
So also auch dieses hier.
Es geht einmal um Sarah, Boo und ihren Großvater. Boo ist Sarahs Pferd und was ich sehr schön fand, war die Vorstellung von diesem kleinen Hof mitten in London und Sarah und ihrem Pferd, die gemeinsam durch die Straßen von London reiten.
Sarahs Großvater erleidet jedoch einen Schlaganfall und kommt ins Krankenhaus, womit Sarah nun erstmal auf sich alleine gestellt ist. Sie muss die Miete für ihr Pferd aufbringen, sowie Futter und natürlich auch das Essen für sich selbst.

 

Andererseits geht es auch um Natasha und Mac, die mitten in ihrer Scheidung stecken und ihr gemeinsames Haus verkaufen möchten. Ich finde die Geschichte der beiden von Anfang bis Ende sehr schön. Die Charaktere sind vielschichtig und tiefgründig und man fühlt sich sofort von ihrer Geschichte mitgerissen.
Natasha trifft in einem Supermarkt auf Sarah, die des Diebstahls beschuldigt wurde und nimmt sie mit nach Hause. Nach einigem hin und her wird beschlossen, dass Sarah solange ihr Großvater nicht wieder fit ist, bei ihnen bleiben kann.

 

Das ist so in etwa die grobe Geschichte und ab diesem Punkt wird Sarah mir zunehmen unsympathischer und irgendwie auch … Na ja dumm.
Ich verstehe noch, mit sehr viel Augen zudrücken, dass sie Sorge hat, man könnte ihr, ihr Pferd wegnehmen und sie deshalb Mac und Natasha nichts davon sagt. Stattdessen stiehlt sie Geld und schwänzt die Schule. Das wiederum finde ich schon schwerer zu akzeptieren, von einem Charakter von dem gesagt wird: Sie würde niemals im Leben stehlen oder schwänzen. Natasha und Mac sind unglaublich nett zu ihr und trotzdem stiehlt sie lieber, als ihnen von dem Pferd zu erzählen?!
Na ja gut, eine Notlage von mir aus, sie hat Angst, dass man ihr das Pferd wegnimmt, wie auch immer sie bei Mac und Natasha auf die Idee kommt.

 

Irgendwann jedoch kommt die Sache mit dem Pferd raus und man denkt, aha, jetzt wird alles gut, die Geschichte wendet sich den interessanten Dingen zu. Mac und Natasha haben nicht unbedingt wenig Geld, sie bezahlen die Miete und das Futter für das Pferd … Aber! -Und hier wird es nun wirklich sehr schwer für mich das zu akzeptieren- Sarah erzählt ihnen nichts von den acht Wochen Miete, die sie bereits hinterherhinkt, seit ihr Großvater im Krankenhaus ist. Warum nicht? Kann ich mir wirklich nicht erklären.
Der neue Besitzer des Hofes fängt an ihr zuzusetzen und sie fängt wieder an zu stehlen, anstatt ihnen Bescheid zu sagen. Sie sagt auch Cowboy John nichts, dem vorigen Besitzer des Hofes, der ihr den Zeitraum der Miete eigentlich erlassen hat.
Nein, Sarah sagt niemandem etwas, eher ist sie bereit sich von dem widerlichen Hofbesitzer angrabschen zu lassen und in Naturalien zu bezahlen, als den lieben Pflegeeltern, die ihr immer Verständnis entgegen gebracht haben und mehr als genug Geld haben, auch nur einen einzigen Ton zu sagen.
Ich verstehe die Motivation dahinter einfach nicht und gerade wegen ihres seltsamen Handelns kann ich Sarah einfach so überhaupt nicht ausstehen.

 

Ich muss noch dazu sagen, dass sehr viel französisch in diesem Buch vorkommt, welches nicht übersetzt wurde. So habe ich mich gerade am Ende des Buches durch viele französische Unterhaltungen geblättert. Ich kann leider kein Französisch. Nicht einmal ein kleines bisschen. Ich kann es nicht mal aussprechen, daher war das schon sehr nervig für mich.

 

 

Fazit

Letztendlich wäre das Buch um einiges besser, wenn dieser grobe Patzer von Sarah nicht wäre, sie andere bzw. glaubhaftere Hintergründe gehabt hätte, ihren Pflegeeltern nichts zu sagen, denn die Geschichte zwischen Mac und Natasha war wirklich toll.
Daher gibt es also von mir nur zwei Schweinchen.

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